medienatelier siebert


Im Rahmen der verschiedenen Aktivitäten des Künstlerinnenforums bi-owl zu seinem 20jährigen Jubiläum in diesem Jahr war vom 4. April an auch die Ausstellung „Im weitesten Sinne ZUG“ im Rathauspavillon Brackwede geplant gewesen. Leider durchkreuzte Corona diesen Plan und daher musste die Arbeitsgruppe „Projekt“ des Künstlerinnenforums, die „Im weitesten Sinne ZUG“ konzipiert und organisiert hatte, die Weichen neu stellen. Damit die Werke der zwölf beteiligten Künstlerinnen nicht auf dem Abstellgleis landen, springen die Ausstellungsmacherinnen auf den fahrenden Zug auf und präsentieren die Ausstellung nun online.

Die Arbeitsgruppe „Projekt“ des Künstlerinnenforums bi-owl hat sich Ende vergangenen Jahres mit dem Ziel zusammengetan, gemeinsame Ausstellungsprojekte zu entwerfen und zu realisieren – namentlich sind das Nicole Egert, Kornelia Meißner, Annika Siebert und Maria Stüker. „Im weitesten Sinne ZUG“ ist das erste ihrer Projekte.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Ausstellung auch analog und real nachgeholt werden, da die sinnliche Erfahrung der einzelnen Werke im besonderen Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung online nicht ersetzt werden kann. Die provisorische, aber beliebig oft zu besuchende Form der Online-Präsentation ermöglicht den Besucher*innen jedoch einen intensiven Eindruck nicht nur der Werke. Die Künstlerinnen selbst stellen sich mit Texten zu Lebenslauf, Hintergrund und Herangehensweise an das Thema individuell vor.

„Im weitesten Sinne ZUG“ öffnet und verdichtet den künstlerischen Zugang zu diesem Thema. Ein Zug verbindet Orte und Menschen. Damit bietet er sich auch als Transportmittel von Erinnerungen für eine biografische (Be-)Deutung an. Charakteristika wie bestimmte Gerüche und Geräusche aktivieren das Körpergedächtnis und projizieren Erlebnisse auf die innere Leinwand. Im Vorbeirauschen verwischen vor dem Zugfenster Landschaften und Städte zu bunten Streifen. Losgelöst von der Schiene ist der Zug eine Bewegung, vertikal als Aufzug oder großräumiger als Zu-, Um-, Ab- oder Auszug. Im Körper sitzt der Zug als Faszienzug der Muskeln oder Wesenszug des Charakters. Weitet sich das Blickfeld, so lässt es weitläufige Bewegungen wie den Flug von Schmetterlingen und Zugvögeln über die Kontinente zu. Als roter Faden zieht sich der Zug facettenreich durch die Werkgruppen der Künstlerinnen und veranschaulicht die Assoziationsmöglichkeiten.

Gezeigt werden Werke von Uschi Bracker, Barbara Daiber, Nicole Egert, Xenia Gorzny, Christine Halm, Luise Krolzik, Kornelia Meißner, Anne Mittag, Vera Opolka, Annika Siebert, Maria Stüker und Ruth Tischler.

Die Webissage der Online-Ausstellung ist für Freitag, den 1. Mai 2010 geplant, zu finden ist sie über die Website des Künstlerinnenforums bi-owl mit dem Link www.kuenstlerinnenforum-bi-owl.de/zug

 

Annika Siebert

Mühlenstraße 34+36
33607 Bielefeld
Tel.: 05 21/4 30 89 17
info@annika-siebert.de
www.annika-siebert.de

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